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Antioxidativ essen:

Endometriose ist eine chronische Erkrankung, die viele Frauen im gebärfähigen Alter betrifft und die häufig mit Schmerzen sowie einer eingeschränkten Lebensqualität verbunden ist. Neben hormonellen und genetischen Faktoren rückt zunehmend auch der Einfluss der Ernährung in den Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen.

Eine aktuelle Analyse großer Bevölkerungsdaten liefert nun Hinweise darauf, dass eine antioxidativ geprägte Ernährung mit einem geringeren Endometrioserisiko einhergehen könnte.

Welche Rolle spielen Antioxidantien?

Oxidativer Stress wird als möglicher Mechanismus bei der Entstehung und Aufrechterhaltung entzündlicher Prozesse diskutiert. Antioxidantien können freie Radikale abfangen und so oxidativen Stress reduzieren.

Zur Bewertung der antioxidativen Qualität der Ernährung nutzen Forschende den Composite Dietary Antioxidant Index (CDAI). Er berücksichtigt die Aufnahme mehrerer antioxidativ wirksamer Mikronährstoffe, darunter:

  • Vitamin C
  • Vitamin E
  • Vitamin A
  • Betacarotin
  • Selen

Auswertung der NHANES-Studie

Grundlage der Untersuchung waren Daten der National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) aus den Jahren 2001 bis 2006. In die Analyse gingen die Angaben von 4.153 Frauen mit einem Durchschnittsalter von 35,6 Jahren ein. Bei 288 Teilnehmerinnen lag eine ärztlich diagnostizierte Endometriose vor.

Frauen mit Endometriose wiesen einen signifikant niedrigeren CDAI-Wert auf als Frauen ohne diese Diagnose. Mit jeder Erhöhung des CDAI um eine Standardabweichung verringerte sich das Endometrioserisiko um etwa 2 %.

Geringere Zufuhr antioxidativer Mikronährstoffe

Im Vergleich zur Kontrollgruppe nahmen Frauen mit Endometriose signifikant weniger antioxidative Mikronährstoffe zu sich. Ein inverser Zusammenhang zwischen CDAI und Endometriose zeigte sich zudem besonders bei Frauen zwischen 30 und 39 Jahren, bei Raucherinnen sowie bei Frauen mit Bluthochdruck.


Fazit

Die Studienautoren kommen zu dem Schluss, dass eine höhere Zufuhr antioxidativer Substanzen über die Ernährung mit einem geringeren Endometrioserisiko verbunden ist. Eine abwechslungsreiche, pflanzenbetonte Ernährung mit vielen frischen Lebensmitteln kann daher einen unterstützenden Beitrag leisten.

Zu den besonders antioxidativ wirksamen Lebensmitteln zählen unter anderem:

  • Obst und Gemüse (z. B. Beeren, Zitrusfrüchte, Paprika, Blattgemüse)
  • Nüsse und Samen
  • Vollkornprodukte
  • Pflanzliche Öle
  • Selenreiche Lebensmittel wie Paranüsse


Autor: Yu Y, Sun J, Wang D, Xing M, Yang Y (2025). Association between the composite dietary antioxidant index and risk of endometriosis in women: a national population-based study. Frontiers in Nutrition, 12:1549948. https://doi.org/10.3389/fnut.2025.1549948

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