Produkt wurde hinzugefügt

Sport bei Darmkrebs

Laut einer Netzwerk-Metaanalyse von 22 Studien verbesserte Training, besonders Ausdauer- und Krafttraining, die gesundheitsbezogene Lebensqualität und reduzierte Erschöpfung, Depressionen und Ängste bei Darmkrebs-Patienten. Optimal waren eine moderate Intensität und betreutes Training.

Die Grundlagen

Die Wissenschaftler durchsuchten verschiedene Datenbanken, darunter PubMed, Embase, Cochrane CENTRAL, Web of Science und Google Scholar, nach geeigneten Studien, die bis zum 30. Oktober 2025 veröffentlicht wurden. In den Studien erhielten erwachsene Darmkrebs-Patienten entweder ein strukturiertes Trainingsprogramm, die Standardversorgung oder alternative Trainingsformen.

Zu den Trainingsprogrammen zählten Ausdauertraining, Krafttraining, eine Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining, Yoga, Qigong, Tai Chi sowie multikomponentige Programme.

Untersucht wurden die gesundheitsbezogene Lebensqualität, Fatigue, Depressionen und Ängste nach dem Trainingsprogramm. Dafür verglichen die Wissenschaftler die Patientengruppen anhand der standardisierten Mittelwertdifferenz. Zusätzlich bewerteten sie indirekt die verschiedenen Trainingsarten und analysierten die Rolle der Intensität mithilfe des metabolischen Äquivalents (MET).

Netzwerk-Metaanalyse von 22 Studien

Insgesamt 22 randomisierte Studien mit 1.676 Teilnehmern erfüllten die Einschlusskriterien. Das Training wirkte sich insgesamt positiv auf die Patienten aus. Es verbesserte die gesundheitsbezogene Lebensqualität und reduzierte Erschöpfung, Depressionen und Ängste.

Anhand von Subgruppenanalysen stellten die Wissenschaftler zudem fest, unter welchen Bedingungen die Programme besonders effektiv waren.

Ausdauer- und Krafttraining besonders effektiv

Besonders wirksam waren betreute oder telemedizinisch betreute Programme, eine moderate Intensität, eine Dauer von 30 bis 60 Minuten pro Einheit sowie eine Häufigkeit von drei bis vier Einheiten pro Woche über einen Zeitraum von neun bis 23 Wochen.

Laut Netzwerk-Metaanalyse verbesserte Krafttraining die gesundheitsbezogene Lebensqualität am stärksten. Die Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining war am wirksamsten bei der Reduktion von Fatigue, Depressionen und Ängsten.

Fazit

Darmkrebs-Patienten konnten von Training profitieren. Es verbesserte die gesundheitsbezogene Lebensqualität und reduzierte Erschöpfung, Depressionen und Ängste. Besonders hervorzuheben sind Krafttraining sowie die Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining.

Live Chat

E-Rezept wird eingelöst