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Produktinformationen
Details
Abgabehinweis: Rezeptpflichtig
Kosmetikum nach EG-Verordnung: Nein
Lebensmittel: Nein
Monopräparat: Ja
Nahrungsergänzungsmittel: Nein
Notfallkontrazeptiva: Nein
Pflanzliches Arzneimittel: Nein
Tierarzneimittel: Nein
PZN: 04231423
Produktname: APTIVUS 250MG
Anbieter: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co.KG
Packungsgröße: 120 St
Darreichungsform: Weichkapseln
Wirksubstanz:

Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Die Wirkung der Anti-Baby-Pille kann durch das Arzneimittel beeinträchtigt werden. Für die Dauer der Einnahme sollten Sie deshalb zusätzliche Maßnahmen zur Empfängnisverhütung treffen.
- Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
- Vorsicht bei Allergie gegen Polyethylenglykol(PEG)-haltige Stoffe!
- Vorsicht bei Allergie gegen Propylenglykol und ähnliche Stoffe!
- Vorsicht bei Allergie gegen Phenole und ähnliche Stoffe!
- Vorsicht bei Alpha-Gal-Allergie (Allergie gegen rotes Fleisch)!
- Das Arzneimittel enthält in geringen Mengen Alkohol, sollte deshalb von Alkoholikern gemieden werden.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Fructose (Fruchtzucker). Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Lösungsvermittler (z.B. Poly(oxyethylen)-Rizinusöle) können Magenverstimmung und Durchfall hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.

Anwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel im Ganzen mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Die Kapseln dürfen nicht geöffnet oder zerkaut werden.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Typ Name Menge
Typ Wirkstoff Name Tipranavir Menge 250 mg
Typ Hilfsstoff Name PEG (30-50)-Rizinusöl Menge 455 mg
Typ Hilfsstoff Name Ethanol Menge 100 mg
Typ Hilfsstoff Name Monoctanoin Menge +
Typ Hilfsstoff Name Propylenglycol Menge +
Typ Hilfsstoff Name Wasser, gereinigtes Menge +
Typ Hilfsstoff Name Trometamol Menge +
Typ Hilfsstoff Name Propylgallat Menge +
Typ Hilfsstoff Name Gelatine Menge +
Typ Hilfsstoff Name Eisen(III)-oxid, rot Menge +
Typ Hilfsstoff Name Sorbitol/Glycerol-Mischung Menge +
Typ Hilfsstoff Name Sorbitol Menge 12,6 mg
Typ Hilfsstoff Name 1,4-Sorbitan Menge +
Typ Hilfsstoff Name Mannitol Menge +
Typ Hilfsstoff Name Glycerol Menge +
Typ Hilfsstoff Name Titandioxid Menge +
Typ Hilfsstoff Name Drucktinte, schwarz, propylenglycolhaltig Menge +
Anwendungsgebiete
- HIV-Infektionen
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Tipranavir ist ein HIV-Protease-Hemmer. Die HIV-Protease ist ein Schlüsselenzym und dafür zuständig, das von der befallenen Wirtszelle produzierte Protein zu spalten. Die Hemmung des Enzyms führt zur Anhäufung unreifer, nichtinfektiöser Virus-Vorstufen.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Eingeschränkte Leberfunktion

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Durchfälle
- Übelkeit
- Anstieg der Blutfettwerte (Cholesterin, Triglyceride, Lipide)
- Kopfschmerzen
- Erbrechen
- Blähungen
- Bauchschmerzen
- Magen-Darm-Beschwerden
- Hautausschlag
- Erschöpfung
- Verminderte Zahl an weißen bestimmten Blutkörperchen (Neutropenie)
- Anämie (Blutarmut)
- Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- Immunologische Überempfindlichkeit
- Appetitlosigkeit
- Gewichtsabnahme
- Erhöhte Amylasewerte (Verdauungsenzym aus der Bauchspeicheldrüse)
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Anstieg des Blutzuckers
- Schlaflosigkeit
- Schlafstörungen
- Schwindel
- Nervenschädigungen
- Schläfrigkeit
- Anfälle von Atemnot
- Refluxösophagitis (Refluxkrankheit mit Entzündung der Speiseröhre)
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse
- Anstieg der Leberenzymwerte
- Leberentzündung
- Juckreiz
- Muskelschmerzen
- Muskelkrämpfe
- Nierenfunktionsstörungen
- Fieber
- Grippeähnliche Symptome
- Unwohlsein

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
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