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Alles außer Liebe:

Sie kann wirklich keiner leiden:
Blasenentzündungen.

Sie kommt immer dann, wenn man sie garantiert nicht braucht. Mitten im größten Stress oder im schönsten Urlaub. Leidgeprüfte merken sofort, wenn da was im Anmarsch ist – und die Stimmung verdunkelt sich automatisch. Kann man das noch „wegtrinken“? Und wo bekomme ich jetzt noch schnell den Cranberrysaft – der wie immer nicht hilft. Ach, am besten greift man direkt zu Antibiotika, die große Keule, sonst wird das nichts. Kennen Sie solche Gedanken? Dann sind Sie wahrscheinlich eine der 25 % bis 35 % der Frauen, die mindestens eine akute Infektion erlebt haben. Zur Risikogruppe gehören außerdem Schwangere, Diabetiker und Frauen im Klimakterium. Ältere Männer und katheterisierte Menschen sind ebenfalls gefährdet.

Diabetiker gehören übrigens auch zur Risikogruppe für Blasenentzündungen, auch hier sind vor allem Frauen betroffen. Hohe Blutzuckerwerte führen dazu, dass die Niere die Glucose in den Urin abgibt. Der ist bekanntermaßen warm und zusammen mit der Glucose ein idealer Nährboden für Bakterien: Sie können sich schneller vermehren, das Infektionsrisiko steigt. Außerdem kann Diabetes zu einer Blasenfunktionsstörung führen, bei der die Blase nicht ganz entleert wird. Der dauerhafte Restharn kann einer Blasenentzündung ebenfalls Vorschub leisten.
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