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Nierensteine bei Krebsüberlebenden.

Nach einer überstandenen Krebserkrankung stehen meist die regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen im Mittelpunkt. Doch auch andere gesundheitliche Aspekte können eine Rolle spielen.

Eine aktuelle Studie aus den USA zeigt: Krebsüberlebende sind häufiger von Nierensteinen betroffen als Menschen ohne Krebserkrankung. Das Risiko unterschied sich dabei je nach Krebsart.

Analyse von Daten aus 14 Jahren

Die Forschenden werteten Daten der landesweit repräsentativen US-Gesundheitsstudie NHANES aus den Jahren 2007 bis 2020 aus. In die Analyse flossen Daten von 40.395 Menschen ohne Krebserkrankung und 3.492 Krebsüberlebenden ein.

Das Ergebnis: Während des gesamten Untersuchungszeitraums traten Nierensteine bei Krebsüberlebenden häufiger auf. Insgesamt waren 15,8 % der Krebsüberlebenden betroffen, verglichen mit 9,2 % der Menschen ohne Krebserkrankung.

Auch nach Berücksichtigung verschiedener Faktoren wie Alter, Lebensstil und Gesundheitszustand blieb ein erhöhtes Risiko bestehen.

Risiko abhängig von der Krebsart

Die Stärke des Zusammenhangs unterschied sich je nach Krebsart. Besonders auffällig war ein erhöhtes Risiko unter anderem bei:

  • Eierstockkrebs
  • Nierenkrebs
  • Knochen- und Weichteiltumoren
  • Gebärmutterkrebs
  • Gebärmutterhalskrebs
  • Prostatakrebs

Die Ergebnisse zeigen einen statistischen Zusammenhang, beweisen jedoch nicht, dass die Krebserkrankung selbst die Ursache für die Entstehung von Nierensteinen ist.

Mögliche Zusammenhänge werden weiter untersucht

Warum Krebsüberlebende häufiger Nierensteine entwickeln, ist noch nicht vollständig geklärt. Mögliche Einflussfaktoren könnten Veränderungen des Stoffwechsels, Begleiterkrankungen, Medikamente oder langfristige Folgen der Krebsbehandlung sein.

Weitere Studien sind notwendig, um die genauen Ursachen besser zu verstehen.

Nierensteine erkennen

Nierensteine können ohne Beschwerden bestehen. Wenn Symptome auftreten, können diese unter anderem sein:

  • starke Schmerzen im Rücken oder in der Flanke
  • Beschwerden beim Wasserlassen
  • Blut im Urin
  • Übelkeit oder Erbrechen

Die Studie unterstreicht, dass bei Krebsüberlebenden nicht nur die ursprüngliche Erkrankung, sondern der gesamte Gesundheitszustand betrachtet werden sollte.


Quelle:
Cao C, Wang R, Wang X, Abufaraj M, Waldhoer T, Gotto GT, Shariat SF, Yang L. Trend and Cancer-Specific Prevalence of Kidney Stones Among US Cancer Survivors, 2007–2020. Curr Oncol. 2025 Sep 5;32(9):498. doi: 10.3390/curroncol32090498. PMID: 41002567; PMCID: PMC12468181.

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