Schlafstörungen bei Multipler Sklerose.
Ausgangslage
Schlafstörungen gehören zu den häufigsten Begleitproblemen bei Multipler Sklerose (MS). Rund 60 % der Betroffenen sind betroffen – mit Folgen wie Insomnie, Restless Legs oder starker Tagesmüdigkeit. Die Lebensqualität kann dadurch deutlich eingeschränkt sein.
Die Studie im Überblick
Eine aktuelle Netzwerk-Metaanalyse hat 35 randomisiert-kontrollierte Studien mit insgesamt 2.804 Teilnehmenden ausgewertet. Untersucht wurden 20 nicht-pharmakologische Interventionen zur Verbesserung der Schlafqualität bei MS. Zur Bewertung wurde der SUCRA-Wert genutzt, der zeigt, wie wahrscheinlich eine Methode im Vergleich zu anderen besonders wirksam ist.
Was hilft am besten bei der Schlafqualität?
Am stärksten wirkten: Ergotherapie-basierte Schlafinterventionen, die Alltags- und Schlafstrukturen gezielt verbessern. Achtsamkeitsbasierte Verfahren wie Meditation oder Stressreduktion. Schlafhygiene-Schulungen, die günstige Schlafgewohnheiten fördern.
Was hilft bei Insomnie?
Bei konkreter Schlaflosigkeit zeigten sich besonders wirksam: Effleurage-Massagen, vermutlich durch ihre beruhigende Wirkung auf das Nervensystem. Kognitive Verhaltenstherapie mit gut belegter Wirksamkeit. Reflexologie mit moderaten positiven Effekten.
Fazit
Die Ergebnisse sprechen dafür, dass nicht-medikamentöse Maßnahmen eine wichtige Rolle bei Schlafstörungen im Kontext von MS spielen können. Besonders Ergotherapie und körperorientierte Verfahren zeigen vielversprechende Effekte. Gleichzeitig bleibt weitere Forschung notwendig, um die Ergebnisse zu bestätigen und zu präzisieren.
Autor:
Liu Y, Zhao X, Luo C, Chen A, Zeng X. Comparative efficacy of non- pharmacological interventions on sleep quality in patients with multiple sclerosis: a systematic review and network meta-analysis. PeerJ. 2026 Mar 16;14:e20900. doi: 10.7717/peerj.20900. PMID: 41868799; PMCID: PMC13001664