Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen.
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa nehmen weltweit zu. Forschende untersuchen deshalb schon länger, welche Rolle Umweltfaktoren dabei spielen könnten. Neue Studien liefern nun Hinweise darauf, dass Umweltverschmutzung und bestimmte chemische Stoffe das Risiko für diese Erkrankungen erhöhen könnten.
Die Daten
Ein internationales Forschungsteam hat dafür 32 Humanstudien sowie Daten aus Labor- und Tierstudien ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen: Bestimmte Schadstoffe stehen möglicherweise mit einem erhöhten Risiko für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen in Zusammenhang. Dazu zählen unter anderem:
Luftschadstoffe
Pestizide
Schwermetalle
sogenannte per- und polyfluorierte Substanzen (PFAS)
Besonders interessant: Die Häufigkeit von CED steigt vor allem in Ländern, in denen auch der Einsatz von Chemikalien und synthetischen Materialien zunimmt.
Die Folgen
Die Forschenden vermuten, dass Umweltgifte verschiedene Prozesse im Körper beeinflussen können. Dazu gehören:
eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmwand,
Entzündungsreaktionen im Körper
sowie Veränderungen der Darmflora.
Diese Faktoren könnten dazu beitragen, dass entzündliche Darmerkrankungen entstehen oder sich verschlimmern.
Das Fazit
Die Ergebnisse zeigen auch, wie wichtig beeinflussbare Umweltfaktoren für die Gesundheit sein können. Ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge könnte künftig helfen, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen besser vorzubeugen und Therapien gezielter zu unterstützen.
Wichtig zu wissen: Die Forschung zu diesem Thema läuft weiterhin. Die bisherigen Ergebnisse zeigen Zusammenhänge, beweisen jedoch noch keine direkte Ursache.